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Heike Hänsel MdB

Beobachtungsdelegation an türkisch-syrische Grenze: Zehntausende auf der Flucht, Gefahr eines weiteren IS-Massakers in der Region Kobanê

Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzende des Unterausschusses für die Vereinten Nationen, beteiligt sich an einer Beobachtungsdelegation an der türkisch-syrischen Grenze. Medienberichten zufolge flohen seit Freitag mehr als 45.000 Menschen aus dem Kanton Kobanê (Arab al Ain) über die Grenze in die Türkei. Örtliche Quellen berichten von der Gefahr weiterer hunderttausender Flüchtlinge und einem drohenden Massaker. Wenige Tage zuvor hat der Islamische Staat (IS) eine militärische Großoffensive auf das von überwiegend KurdInnen bewohnte Kobanê gestartet. Die Erdogan-Regierung sorgt dabei offenbar für den Nachschub des IS, während die türkische Grenze für jede Hilfe für die kurdische Enklave Ain-al-Arab/Kobanê geschlossen bleibt.

Die Bundestagsabgeordnete will sich vor Ort über die Situation und die Rolle der Türkei informieren und für eine Grenzöffnung einsetzen. Es gilt jetzt öffentlichen Druck zu machen, damit Erdogan nicht noch weiter ermutigt wird, den Terrormilizen des IS zur Seite zu stehen. Die Blockade der kurdischen Enklaven im Norden Syriens durch die Türkei muss sofort beendet werden, wenn eine humanitäre Katastrophe verhindert
werden soll.