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Heidi Scharf, Landessprecherin

DIE LINKE unterstützt IG Metall: Kein Lohndumping per Werkverträge!

LINKE fordert Bundesrats-Initiative: Gleiches Einkommen für gleiche Arbeit

DIE LINKE unterstützt die Initiative der IG Metall gegen Werkverträge, die zu Lohndumping und schlecht bezahlter Arbeit führen.

Heidi Scharf, Sprecherin des Landesverbands Baden-Württemberg der Partei DIE LINKE: „Werkverträge und damit schlechter bezahlte Arbeit bei gleicher Leistung nehmen ständig und unkontrolliert zu. Die Forderung der IG Metall nach einer gesetzlichen Regelung ist wichtig und richtig. Ministerpräsident Kretschmann muss jetzt, wo die Zahlen der IG Metall auf dem Tisch liegen, im Bundesrat aktiv werden: Wir benötigen dringend ein Bundesgesetz, das durchsetzbare Mitbestimmungsrechte der Betriebs- und Personalräte bei Werkverträgen ermöglicht. Es kann doch nicht sein, dass im gleichen Betrieb die einen Arbeitnehmer weniger als die anderen verdienen, obwohl sie die gleiche Arbeit verrichten. Hier muss der Gesetzgeber dem Treiben der Arbeitgeber Einhalt gebieten und die Gerechtigkeit wieder herstellen: Gleiches Einkommen für gleiche Arbeit!"

DIE LINKE unterstützt die Kampagne der IG Metall, zumal die Kampagne der LINKEN mit dem Titel „Das muss drin sein" die gleiche Stoßrichtung hat. Diese Kampagne hat Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der LINKEN am vergangenen Montag, 31.8.2015 vorgestellt. Diese Kampagne richtet sich gegen Befristungen, gegen Leiharbeit und gegen Werksverträge ( www.das-muss-drin-sein.de ).

Heidi Scharf: „Wir wissen: Der Einsatz von Arbeitnehmern über Werkverträge spaltet die Belegschaften, macht Beschäftigte zu Arbeitnehmer zweiter Klasse und schürt die Angst im Betrieb vor sozialem Abstieg. Diese Ungerechtigkeit muss der Gesetzgeber stoppen, Ministerpräsident Kretschmann kann dies mit einer Gesetzesinitiative im Bundesrat veranlassen. Wir fordern die Landesregierung auf, per Bundesrats-Initiative ein Gesetz zu Werkvertragsarbeit auf den Weg zu bringen mit dem wichtigsten Inhalt: Gleiches Einkommen für gleiche Arbeit."

Durch die gesetzliche Stärkung der Mitbestimmungsrechte für Betriebs- und Personalräte wäre es möglich, dass diese vom Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung verlangen können, die z.B. Einsatzzeit, Einsatzbereich, Anzahl der Beschäftigten und die Übernahme in ein reguläres Arbeitsverhältnis regelt. Der Arbeitgeber müsste im Zweifel beweisen, dass es ein echter Werkvertrag ist und nicht ein Schweinwerkvertrag oder verkappte Leiharbeit.