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Gutes Schulessen braucht Hilfe von Land und Bund - Senkung des Mehrwertsteuersatzes wäre erster wichtiger Schritt

"Die aktuellen Ereignisse rund ums Schulessen in Freiburg zeigen, dass es ohne Unterstützung von Bund und Land keine zufriedenstellende Lösung geben wird. Ein erster Schritt wäre in diesem Zusammenhang, den Mehrwertsteuersatz bei Schulessen auf 7% zu reduzieren, einschließlich aller damit verbundenen, notwendigen Serviceleistungen durch den Anbieter. Ein entsprechender Gesetzentwurf, der das vorsieht, wird von der Linksfraktion im Bundestag derzeit vorbereitet und in Kürze dem Parlament vorgelegt. Den Spagat zwischen Qualität und Geschmack im Sinne der SchülerInnen und kostendeckender Herstellung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Eltern schafft kaum ein Anbieter", so Karin Binder, Bundestagsabgeordnete der LINKEN und Initiatorin der Aktion "Schulessen kostenfrei".

"Perspektivisch wäre ein für alle Kinder kostenfreies Schulessen ein wirklicher gesellschaftlicher Fortschritt, für den wir als LINKE eintreten. Gute ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung im Allgemeinen ist auch als Beitrag zum Schulalltag unumstritten. Ernährungserziehung und darüber zu leistende öffentliche Fürsorge für alle Kinder haben aber auch einen wichtigen sozialpolitischen Nutzen. Vor dem Hintergrund aktueller Zwänge in der Arbeitswelt, notwendiger Ganztagesbeschulung und zunehmender sozialer Verwerfungen in allen Teilen des Landes wird eine flächendeckende Kita- und Schulverpflegung künftig unverzichtbar. Essen im Umfeld der Schule - nicht zu Hause - gehört zum festen Alltag der meisten SchülerInnen und sollte daher wie Bildung allgemein oder auch Lernmittel und Schulbücher kostenfrei für alle sein", so die Bundestagsabgeordnete Karin Binder abschließend.