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Krankenhausinformationsveranstaltung und Protestbündnistreffen in Vaihingen/Enz

Am Mittwoch, den 15. April 2015 fand eine Informationsveranstaltung zum Krankenhaus Vaihingen mit anschließendem Bündnistreffen im Gasthaus Ibili in Vaihingen/Enz statt.
Marc Kappler, Fachbereich Gesundheit der Gewerkschaft ver.di war als Gast geladen und berichtete über einen wichtigen Erfolg der Beschäftigten im Krankenhaus Bietigheim. Auf einer Station, die permanent mit 6 Betten über dem Normalmaß überbelegt war wird jetzt vorübergehend, seit dem 15. April 2015, die Arbeitsbelastung auf 30 Betten zurückgeführt. Es kann nur gemutmaßt werden, aber den Anwesenden Teilnehmer der Veranstaltung drängte sich der Eindruck förmlich auf: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen zu vielen Patienten im Bietigheimer Krankenhaus und zu wenigen im Krankenhaus Vaihingen. Von Berichten der Mitarbeiter, der Patienten aus anderen Stationen, sowie aus dem Krankenhaus Ludwigsburg ist bekannt, dass es dort ähnliche Überlastungszustände gibt. Der Bundestagsabgeordnete Michael Schlecht der Partei DIE LINKE, stellte in seinem Beitrag wie zuvor auf dem Marktplatz, die prekäre Situation der kleinen Klinikstandorte in einen bundespolitischen steuerrechtlichen Zusammenhang. Leere öffentliche Kassen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung auf der einen Seite, haben etwas damit zu tun, dass es auf der anderen Seite unermesslichen Reichtum gibt. Diese Vermögenswerte von vielen Billionen Euro in der Hand von wenigen Menschen werden zu wenig steuerlich belastet. 

-FDP beteiligt sich am Bündnis, wenn Grüne und SPD mitmachen-.Anschließend fand ein Protestbündnistreffen statt, zu dem das bestehende Krankenhausbündnis eingeladen hatte. Bisher besteht es aus folgenden Organisationen: Die Gewerkschaften: DGB, IG-Metall, ver.di, sowie der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) der Betriebsseelsorge und der Partei DIE LINKE. Peter Schimke, Kreisrat und Gemeinderat der LINKEN appellierte noch einmal an die anderen Fraktionen ebenfalls zum Protest am 24. April vor dem Kreishaus in Ludwigsburg aufzurufen. "Erfreulich ist der Widerstand in Vaihinge/Enz, aber wir müssen eine Mehrheit der 103 Kreisrätinnen und Kreisräte überzeugen, dass das Krankenhaus in Vaihingen nicht geschlossen werden darf", so Schimke weiter.

Susanne Schwarz-Zeeb von Bündnis 90 Die Grünen erklärte, dass der Ortsverband Vaihingen an der Enz dem Protestbündnis beitrete. Am Abend war noch nicht klar, ob auch die örtliche SPD dem Bündnis für das Krankenhaus beitritt. Die anwesende SPD Vertreterin Anita Götz, erste Vorsitzende vom Ortsverein Vaihingen/Enz konnte noch keine abschließende Erklärung abgeben. Sie verwies auf die am Donnerstag, 16. April 2015 stattfindende SPD Mitgliederversammlung. Die örtliche FDP lies über Peter Schimke mitteilen: "Wenn die SPD und die Grünen mitmachen sind wir auch dabei“.